Donnerstag, 8. März 2012

Vortrag über erneuerbare Energien

Den „Architekten der Energiewende“ im Bayerischen Landtag Tobias Reiß hatte man zu einer Informationsveranstaltung zu Gast in Nordhalben. Der Referent aus der Oberpfalz war auf Einladung von NohA erschienen, um über eine zukunftsorientierte Energieversorgung zu reden. 

Bereits lange bevor jetzt die Bundesregierung die Senkung der Solarstromförderung bekannt gab, war der Termin mit dem energiepolitischen Sprecher der CSU bereits festgelegt, so dass man aktuelle Informationen zum Solarstrom, aber darüber hinaus auch zur Windenergie und den verschiedenen Speicherformen aus „erster Hand“ erfahren konnte. Bezüglich der Kürzung der Einspeisevergütung für Solarstrom meinte Reiß, dass es zunächst gewollt war einen gewissen Zubau an Photovoltaikanlagen zu erreichen. „Wir müssen schließlich gerüstet sein, wenn in zehn Jahren das letzte Kernkraftwerk vom Netz geht“, sagte er. Es sei auch nachvollziehbar, dass die Vergütung sukzessive zurückgeführt werden müsse. „Die Bürger bräuchten allerdings eine Planungssicherheit von einer verlässlichen Politik“, deshalb müsse es auch entsprechende Übergangsregelungen geben, so Reiß. „Beim Ausbau von Wind- und Sonnenergie sind wir in den letzen Jahren in Bayern gut dabei, wobei es wiederum regionale Unterschiede gebe“. Sehr effizient würden die großen Windräder arbeiten. Ziel sei es in den nächsten zehn Jahren diese auf 1500 Stück in Bayern auszubauen. Dies sei, wie Tobias Reiß sagte, ein gesamtbayerisches Thema und alle Regionen müssten ihren Beitrag leisten.

Wir sitzen in einem Boot, es kann nicht sein, dass die einen Rudern und die anderen Angeln“. (MdL Tobis Reiß)

Eine Herausforderung sei sowohl bei der Sonnenenergie, als auch bei der Windenergie die Speicherung. Obwohl sich beide Energiegewinnungsarten gut ergänzen, stehen sie nicht immer in der gewünschten Menge, teilweise im Überschuss, bereit. Es werde deshalb in den nächsten Jahren vermehrt um das Speicherthema gehen. Hier könne man mit Pumpspeicherwerken einen guten Wirkungsgrad erreichen, jedoch seien die Anschaffungskosten und der Erstehungszeitraum enorm. Auch müsse die Politik die Weichen für eine ausreichende Netzstabilität sicherstellen.

In der Diskussionsrunde meinte Bernd Daum, dass die Windkraft zur Entschuldung der Gemeinden beitragen könne. Die Anlagen müssten in kommunaler Hand betrieben werden, um die Wertschöpfung vor Ort zu halten und die Gemeinden wieder handlungsfähig zu machen. 
Otmar Adler ergänzte: „Wir dürfen die letzte Ressource nicht in fremde Hände geben. Die Windenergie gehört allen, deshalb müssten die Einnahmen dieser unerschöpflichen Energiequelle in die Gemeindekasse fließen“. 
Manfred Köstner warf die Frage der Rentabilität in den Raum, woraufhin auch die Finanzierung der Anlagen und Bürgschaften diskutiert wurden. 
Bürgermeister Josef Daum verwies auf die derzeitigen Planungen der Energievision Franken, welche im Zuge eines interkommunalen Energiekonzepts von den Gemeinden des oberen Rodachtals in Auftrag gegeben wurden. Er sprach dabei von einem komplexen Thema, welches im Vorfeld mit umfangreichen Vorplanungen und ausreichend Messungen belegt werden müssen. Auch würden derzeit Untersuchungen wegen des geschützten Schwarzstorches durchgeführt. 
Michael Wunder bezeichnete die Kehrwende der Bundesregierung in Sachen Solarstrom als „unglückliche Lösung. Der kurzfristige Kurswechsel sei zu drastisch und zu schnell, viele hätten kein Verständnis für diese Eilreform“. Zahlreiche Projekte in der Region seien dadurch mehr als gefährdet. 
(Zeitungsbericht von Michael Wunder)

Dienstag, 14. Februar 2012

Information über die Energiewende

Energie geht uns Alle an!


NohA lädt alle Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Energiewende ein.
Nach der Inbetriebnahme des Hackschnitzelwerks und der bevorstehenden Umsetzung der Bürgersolaranlage auf der Schule, ist es ein guter Anlass auf weitere Projekte hinzuarbeiten. Wir liegen damit voll im Trend und schaffen kleine Anlagen die unmittelbar dort entstehen, wo die Energie gebraucht wird. Wir wollen an diesem Abend über die Chancen, von Bürgersolarparks, Biomasse- Geothermie- und Windanlagen mit den Bürgerinnen und Bürger reden.
Als Gast konnten wir MdL Tobias Reiß (CSU), den Sprecher für Energiepolitik und Vorsitzenden der Energiekommission im Bayerischen Landtag gewinnen.
Stellen wir uns gemeinsam den Herausforderungen. Setzen wir gemeinsam auf eine Dezentralisierung der Energieerzeugung und eine intensive Nutzung regenerativer Energiequellen.
Wir laden deshalb alle Interessierten zu einer Infoveranstaltung 
am Donnerstag, 01. März 
um 19.30 Uhr 
ins „Hotel zur Post“ ein.
Komm und lass Dich informieren, bring Dich mit ein und diskutiere mit.
Wir freuen uns darauf.    

Mittwoch, 18. Januar 2012

Jahresrückblick 2011

Im vergangenen Jahr hat NohA wieder einige Aufgaben in Angriff genommen oder weiter geführt, die für Nordhalben wichtig sind.
Die Sandstein Skulptur des hl. Johannes Nepomuk hat das Klima des Frankenwaldes nicht mehr verkraftet. Das barocke Kunstwerk muss wieder saniert werden. Danach geben wir ihr einen geschützten Standplatz mit gläserner Überdachung.

Die Kreuzkapelle in der „Alten Marter“ musste erneuert werden. Bei der Überprüfung stellten wir fest, dass das Gebäude abbruchreif ist und eine Sanierung sich nicht lohnen würde. Der Rohbau wurde noch im Oktober erstellt.
Alle weiteren Arbeiten werden im Frühjahr fortgesetzt. Wir nutzen diese Zeit um weitere Spenden für die Materialkosten zu sammeln. Alle Handarbeiten werden durch unbezahlte Bürger, Helfer und Handwerker ausgeführt.
Unser Spendenaufruf an alle ist gehört worden. So haben sich die Handarbeitsgruppe der KAB mit 100,- €, die kath. Kirchenstiftung mit 365,50 € und der Bürgerverein mit 300,- € beteiligt.
Einen Betrag von 600,- € haben die („Weiherer“) Marieweiher-Wallfahrer aufgebracht. Sie haben neben den Mühen und Blasen die eine Wallfahrt mit sich bringt, noch eine Spendensammlung für die Kreuzkapelle in ihren eigenen Reihen abgehalten und diesen Betrag auf das Spendenkonto von NohA überwiesen. Gibt es einen schöneren Beweis für Heimatliebe, Glaube und praktischer Hilfsbereitschaft?
Viele Bürger haben ebenfalls gespendet und je nach persönlicher Situation Beträge erbracht. Auf vielfachen Wunsch sollen die einzelnen Summen nicht veröffentlicht werden. Nach Abschluss aller Maßnahmen werden wir aber eine pauschale Kosten- und Spendenübersicht geben.

Bis dahin müssen wir aber weiterhin an alle appellieren und um weitere Geldspenden bitten. Der Fleiß und der Wille für Nordhalben etwas zu tun, darf nicht unbeachtet bleiben und sollte von allen Bürgern mit getragen werden. Erhalt und Verschönerung ist unser aller Aufgabe.
Vereine, Firmen, Familien, Bürger, durch Eure Geldspenden kann manches erhalten und erneuert werden, unterstützt bitte die, die ihre Freizeit und Kraft für das Allgemeinwohl schon seit Jahren selbstlos aufbringen.


NohA Spendenkonto:
Raiffeisenbank Nordhalben
Konto Nr. 2125579
Stichwort: Kapellenbau

Weitere Projekte wurden im vergangenen Jahr begonnen, die von NohA angestoßen, oder auf den Weg gebracht wurden.
Die Quellen für unser Trinkwasser sprudeln wieder und können bald in das Wassernetz eingespeist werden. Die Gemeindekasse und damit alle Bürger werden dadurch deutlich entlastet.

Der Nordwald-Markt hat sein erstes Jahr geschafft. Waren die Anfangsschwierigkeiten größer als erwartet, so kommt er jetzt langsam in Fahrt. Die größten Probleme sind erkannt und beseitigt worden, jetzt liegt es an uns Nordhalbenern den Markt zu halten und in die Gewinnzone zu bringen. Kaufen wir also nicht irgendwo, sondern bewusst hier in Nordhalben.

Vom Fortgang der Nahwärmeversorgung kann sich jeder überzeugen. Die „Macher“ haben Höchstleistung bei der Bewältigung großer Schwierigkeiten vollbracht. Sie haben bewiesen, dass trotz oft widrigster Umstände etwas gelingen kann, wenn man nur will und die Gemeinschaft Durchhaltevermögen beweist.

Alle die etwas für Nordhalben tun sind NohA, denn wir können nur
miteinander weiterkommen“