Samstag, 16. August 2014

Arbeitseinsatz im Friedhof

Am Donnerstag, den 14. August 2014 trafen sich Mitglieder des NohA-Arbeitskreises Friedhof zu einem Arbeitseinsatz.
Der Hang vor dem Leichenhaus stand im Mittelpunkt der Arbeiten. Es wurde der Wildwuchs und das Unkraut entfernt sowie die vorhandenen Bodendecker eingekürzt.
Als Nächstes wird ein Unkrautvlies eingebracht und der obere Teil neu bepflanzt.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die mit geholfen haben.



















Freitag, 27. Juni 2014

Nordhalben wird in Sachen Leerstand aktiv


"Millionen aktive Bürgerinnen und Bürger könnten mehr leisten, als es
der Staat jemals vermöge. Dabei sollte die kommunale Selbstverwaltung gestärkt werden. Für diese Leistung sollten Freiräume geschaffen werden, Mut gemacht und Unterstützung gegeben werden." Gemäß dieser Aufforderung von Ministerpräsident Seehofer von 2008 handelten die Bürger Nordhalbens unter der Federführung NohA`s und der Freien Wähler letztes Wochenende.

Das Objekt des Anstoßes war ein Haus, gelegen an einer peinlich exponierten Stelle, an der Roseninsel direkt vor der Klöppelschule. Mindestens seit zehn Jahren wurde darüber verhandelt, wie man diesen Schandfleck beheben könnte.

Die bewegte Geschichte dieser Immobilie könnte stellvertretend für die wechselvolle Geschichte dieses Grenzortes stehen.
Bei Kriegsende bezog es eine Heimat vertriebene Schusterfamilie. 1962 bis 1989 bekam es nach seiner Bewohnerin den Namen "Muschhaus". Die folgenden 25 Jahre waren geprägt durch häufig wechselnde Besitzer, die allesamt einen Umbau planten. Diese Maßnahmen scheiterten wegen unterschiedlichster Gründe. Ein einstmals stolzes Häuschen wurde durch diesen langen Leerstand zu einem nicht mehr sanierungsfähigen Gebäude.
Leider kann man eine solche Entwicklung an bereits vierzig  Immobilien Nordhalbens beobachten. Alleine zehn davon sind baufällig und stellen eine Gefahr für die Bevölkerung dar. Handlungsbedarf ist dringend angezeigt!

Aber offensichtlich muss der Leidensdruck sehr groß sein, bis endlich gehandelt wird. So sammelte die Bürgerinitiative NohA alle verfügbaren Kräfte und legte, unter der Federführung Otmar Adlers und des zweiten Bürgermeisters, Gerhard Schneider, unterstützt von seiner Fraktion, selbst Hand an. Diese schnelle und exzellent organisierte Aktion sollte der Bevölkerung auch ein wenig zeigen, was man bewegen kann, wenn man, zusammen mit Nachbarschaftshilfe, selbst Hand anlegt und nicht nur auf Hilfe von oben wartet.

Aber ganz so einfach ging die Sache nun doch nicht von Statten. Dieser Aktion gingen lange, Nerven zerrüttende Verhandlungen voraus. Über ein Jahr musste Herr Bächer von "Planwerk" Nürnberg damit zubringen, Besitzverhältnisse zu klären und schließlich darauf warten, bis die Besitzer bereit waren, das Haus samt Grund der Gemeinde zu überschreiben. Dies ist nötig, denn private Hausbesitzer sind mit so einem Vorhaben meistens überfordert. Schließlich hat es Nordhalben ja nun doch geschafft, schier Unmögliches möglich zu machen.

Unter großer Anteilnahme von Bevölkerung und unter kritischer Beobachtung des Regionalen Fernsehens rückten am Freitag Mitarbeiter der Fa. Adlerhaus an, die kostenlos den Dachstuhl rückbauten.




Am Samstag stellte die Firma Hertel Bagger und Fahrzeug zur Verfügung und beseitigte das Restgebäude. Dabei muss der kostenlose Einsatz des Baggerführers Werner Wachter, aber auch die Bereitschaft des Forstwirtes Andreas Wunder, der sein Fahrzeug  anbot, hervorgehoben werden. Sie sollen hier stellvertretend für fast zwanzig unentgeltliche Helfer genannt werden.



Ein großes Dankeschön geht auch an Herrn Bardum und Herrn Hannweber vom Landratsamt Kronach, dem Ing.-Büro IVS Kronach und dem 1.Bgm Michael Pöhnlein für die unbürokratische Unterstützung.  Allen an dieser Stelle nochmal ein riesiges Dankeschön!


Die freigewordene Fläche soll nun als Grünfläche so gestaltet werden, dass es den Namen der dort verlaufenden Straße "Roseninsel" gerecht wird. Es wäre wunderbar, wenn diese Aktion nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern Nordhalbens, sondern auch der gesamten Region Mut machen könnte, das Problem der nicht sanierungsfähigen Häuser aktiv, kreativ und unbürokratisch anzugehen.
                                                           NohA Kernteam

Sonntag, 11. Mai 2014

NohA bleibt aktiv

Bericht vom Bürgergespräch am 8. Mai

Am 08. Mai lud NohA in Nordhalben zu einem Bürgergespräch ins Haus des Gastes ein. Über fünfzig interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung und zeigten Offenheit und Wille zur Mitarbeit.
In seiner Begrüßung bedankte sich Otmar Adler für den ungebrochenen Bürgersinn und erinnerte noch einmal kurz an die Intentionen der Bürgervereinigung. Jeder solle das beitragen, was er könne, so der Sprecher und Initiator NohAs.

Otmar Adler berichtete im ersten Tagesordnungspunkt, quasi in einer Bestandsanalyse, von den nun schon zwei Jahren dauernden Arbeits- Fortschritten bei der Wiederbelebung der sogenannten Amlich Leite. Dieser ehemalige Erholungs- Park wird in liebevoller Arbeit von Anwohnern wieder hergerichtet, neu bepflanzt und mit Rollstuhl geeigneten Wegen ausgestattet. Leider musste zuletzt die Arbeit ruhen, weil die geforderten Hilfen von Seiten der Behörden ausblieben. Nun sicherte Herr Dietrich Förster von der ökologischen Bildungsstätte in Mitwitz bei einem überraschenden Besuch endlich die Freigabe von staatlichen Fördermitteln zu. Diese Förderung sieht auch Arbeitsentschädigungen für Arbeitseinsätze vor.

Das Hauptanliegen dieses Abends war jedoch die Sanierung des leider sehr vernachlässigten Friedhofes. Bernd Daum zeigte zunächst Fotos, die die ganze Misere dieses Gottesackers eindrucksvoll dokumentierten. In einer kurzen Arbeitsphase notierten alle Anwesenden ihre Vorstellungen und Wünsche hinsichtlich einer Neugestaltung und Restaurierung. Eine Arbeitsgemeinschaft wird nun Prioritäten setzen und nach gründlicher Planung mit den Erneuerungsarbeiten, die zum Teil selbst, teils aber auch von Fachfirmen übernommen werden, beginnen.

Das letzte Anliegen, das NohA an diesem Abend vorbrachte, betraf das brennende Problem des Leerstandes in den drei Oberen Rodachtal Gemeinden. Vorrangig, so Herr Adler, seien hier zehn Ruinen zu nennen, die auf Grund ihrer Baufälligkeit bereits eine Gefahr für die Leute darstellen würden. Leider verfielen diese Problem - Immobilien schneller, als die Behörden handeln würden.
Einzige, für die Besitzer auch realisierbare Möglichkeit, sei hier eine Übereignung des Gebäudes samt Grund an die Gemeinde. Denn diese würde für Abrissarbeiten 80% Förderung über das ISEK Programm bekommen. Bürgermeister Pöhnlein zeigte dabei unkonventionelle Hilfen auf. Es werde eine Bauschutt Deponie im Ort installiert, die dann auch für die Weiterverarbeitung und Wiederverwendung dieses Materials sorgen werde. Dies sei für alle Beteiligten die intelligenteste kostengünstigste Möglichkeit.

Herr Bächer von Planwerk (Nürnberg) erklärte kurz die immensen Schwierigkeiten, die ständig bei der Ortssanierung auftreten würden. Er machte allen eindrucksvoll deutlich, warum im Moment nichts vorangehe. Sanierung basiere auf einem Gesamtplan, der nach langen, mühsamen Untersuchungen und Gesprächen festgelegt werde. Eine weitere Schwierigkeit sei schließlich die Neuausrichtung der Städtebau - Förderung durch die  Bundesregierung gewesen. Erst nach deren Fertigstellung könnten klare Aussagen gemacht werden. Deshalb erscheine auch jetzt erst die Förderfibel für das Obere Rodachtal, die alles Wissenswerte enthalte.

Positives in all dieser Frustration konnte endlich Bgm. Pöhnlein berichten. Mit viel Sinn für Praxis und Eigeninitiative sei es endlich möglich, das Muschhaus an der Roseninsel abzureisen. Dies soll als positives Beispiel, auch für die Nachbargemeinden, für einen Neubeginn stehen. Und schließlich werde der Platz des Abrisshauses für die Neugestaltung des Kirchweihplatzes benötigt.

Bei der anschließenden Diskussionsrunde brachten Bürger Probleme zur Sprache, die einmal das ehemalige Firmengelände der Firma Rehbach betrafen. Aber auch neu entstandene Schwierigkeiten am Nordwaldmarkt wurden konstruktiv besprochen. Zuletzt fragten Bürger nach der Sanierung geschichtswürdiger Gebäude in der Kronacher Straße. Hier konnte auf einen bereits konzipierten Gesamtplan verwiesen werden.

NohA (hf)

Montag, 21. April 2014

Bürgergespräch am 8. Mai 2014


Liebe Nordhalbener Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mit dem Frühling ist das Wiedererwachen der Natur ganz selbstverständlich. So ist auch für unser Nordhalben ein erfrischender Aufbruch zu bemerken. NohA hat sich schon längere Zeit mit neuen Projekten befasst, die jetzt im Einklang mit der Kommune begonnen, oder zu Ende gebracht werden sollen.

Unser Friedhof, ist in einem beklagenswerten Zustand und bedarf dringend einer Sanierung. Alle Mitbürgerinnen und Mitbürger können ihre Ideen, Wünsche und Vorschläge hier mit einbringen. Wir möchten ein Gesamtkonzept ausarbeiten, das uns alle zufrieden stellt und dann Zug um Zug die Umsetzung realisieren. Dazu gehört es auch, sich um Fördermittel zu kümmern, die im Rahmen des ISEK-Projektes möglich sind.

Unsere Amlichsleite, ein lange vernachlässigtes Natur-Erholungsgebiet, ist seit längerer Zeit in Bearbeitung, aber die Fortführung ins Stocken geraten. Die hierfür zuständige Stelle für Beratung und Fördermittelerteilung hat sich untätig gezeigt. Über das Landratsamt ist bereits ein Schreiben eingereicht worden, in dem wir unsere Rechte einfordern. Wir werden über den Sinn und Zweck dieses Projektes berichten.

Am 8. Mai um 19.30 Uhr wird NohA im Haus des Gastes ein öffentliches Bürgergespräch halten, bei dem jeder seine Meinung, Ideen und Vorschläge einbringen kann. Möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sollten daran teilnehmen, denn nur wir Nordhalbener wissen was wir brauchen und wollen, um unseren Ort fit für die Zukunft zu machen.

Ihr NohA-Kernteam